Heutzutage schlafen die meisten Japaner in einem Bett, wie wir es kennen. Es gibt jedoch auch eine japanische Schlafweise, die viel platzsparender ist. Sie besteht aus dem Bettzeug [futon - 布団], das auf den typisch japanischen Bodenbelag gelegt wird [tatami - 畳].
Tagsüber bewahrt man es im Schrank [oshi'ire - 押し入れ] auf.
Futon sind sehr praktisch, denn wenn man darin liegt, dann wird der ganze Boden zum Nachttisch. Ein kompletter Futon besteht aus einer Matratze [mattoresu - マットレス], dem Unterfuton [shikibuton - 敷布団] und dem dazugehörigen Laken [shikifu - 敷布], einer Art Frotteedecke [taoruketto - タオルケット], der normalen Decke [moufu - 毛布] und einer Federdecke [kakebuton - 掛け布団]. Dazu kommt natürlich noch ein Kissen [makura - 枕], das mit Buchweizenschrot [sobagara - そば殻] gefüllt ist und den Kopf kühlen soll.
Der oshiire hat Schiebetüren aus Papier und wurde speziell zum Verstauen der Futons kreiert. Da Japan im Sommer immer sehr heiß ist, verstaut man den Futon am besten im oberen Teil des Schranks.
Man sollte den Futon regelmäßig lüften und direktem Sonnenlicht aussetzen, um Keime abzutöten.
Donnerstag, 28. Februar 2013
Schlafen [寝る]
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Sonntag, 24. Februar 2013
Verschiedene Namen für die Familie [家族の呼称]
Japanisch ist reich an Worten, die je nach Situation und Ansprechpartner gewählt werden. Je weiter die Bekanntschaft ist, desto höflicher und bescheidener drückt man sich aus - auch wenn manche Teenager nicht wirklich Interesse an diesen Formalitäten zeigen.
Die Eltern [ryoushin - 両親]:
Kinder rufen ihre Eltern für gewöhnlich otousan [お父さん - Vater] und okaasan [お母さん - Mutter]. Das ist der übliche Gebrauch, wenn man seine Eltern spricht, auch wenn heutzutage "Papa" und "Mama" immer öfter auftauchen. Auch für die Eltern anderer benutzt man diese zwei Worte.
Spricht man jedoch über seine Eltern, so sagt man chichi (Vater) und haha (Mutter). Wenn ich also einem Freund erzähle, dass meine Mutter einkaufen ist, dann sage ich haha. Das Wort okaasan zu benutzen wäre hier kindisch - so als würde bei uns ein Erwachsener erzählen, was seine Mutti so macht. Wir sagen ja auch "Meine Mutter" oder ähnliches.
Wenn ich jedoch diesen Freund etwas über seine Mutter frage, dann sage ich wieder okaasan. Für den Vater ist es natürlich dasselbe.
Ein bisschen kompliziert, oder?
Jungs im Teenageralter oder älter nennen ihre Väter manchmal oyaji - das bedeutet so viel wie "Mein alter Herr", ist jedoch nicht sonderlich höflich.
Die Geschwister [kyoudai - 兄弟]:
Der ältere Bruder heißt ani [兄] und die ältere Schwester ane [姉], wenn ich über sie rede. Wenn ich sie anspreche oder über die Geschwister von jemand anderem spreche, sage ich oniisan und oneesan.
Der jüngere Bruder ist otouto [弟] und die jüngere Schwester imouto [妹]. Hier ist es nicht so schwierig, denn jüngere Leute müssen für gewöhnlich Respekt vor den älteren haben und nicht umgedreht, deswegen reicht hier ein einfaches -san am Ende.
Die Großeltern [sofubo - 祖父母]:
Die häufigsten Worte sind ojiisan [お爺さん - Großvater] und obaasan [お婆さん - Großmutter], aber Kinder haben oft ein besonderes Verhältnis zu ihren Großeltern und "weichen die Worte auf" zu ojiichan und obaachan. chan ist ein verniedlichendes Suffix. Ähnlich wie bei uns die Verniedlichung zu Opa und Oma. Wenn man über seine Großeltern spricht, so nennt man sie sofu (Großvater) und sobo (Großmutter).
Die Eltern [ryoushin - 両親]:
| Das ehemalige Idol Tsuji Nozomi und ihr Mann. Sie sind als Vorzeigeeltern bekannt geworden. |
Spricht man jedoch über seine Eltern, so sagt man chichi (Vater) und haha (Mutter). Wenn ich also einem Freund erzähle, dass meine Mutter einkaufen ist, dann sage ich haha. Das Wort okaasan zu benutzen wäre hier kindisch - so als würde bei uns ein Erwachsener erzählen, was seine Mutti so macht. Wir sagen ja auch "Meine Mutter" oder ähnliches.
Wenn ich jedoch diesen Freund etwas über seine Mutter frage, dann sage ich wieder okaasan. Für den Vater ist es natürlich dasselbe.
Ein bisschen kompliziert, oder?
Jungs im Teenageralter oder älter nennen ihre Väter manchmal oyaji - das bedeutet so viel wie "Mein alter Herr", ist jedoch nicht sonderlich höflich.
Die Geschwister [kyoudai - 兄弟]:
| Die Band Bless4 besteht aus 4 Geschwistern |
Der jüngere Bruder ist otouto [弟] und die jüngere Schwester imouto [妹]. Hier ist es nicht so schwierig, denn jüngere Leute müssen für gewöhnlich Respekt vor den älteren haben und nicht umgedreht, deswegen reicht hier ein einfaches -san am Ende.
Die Großeltern [sofubo - 祖父母]:
Die häufigsten Worte sind ojiisan [お爺さん - Großvater] und obaasan [お婆さん - Großmutter], aber Kinder haben oft ein besonderes Verhältnis zu ihren Großeltern und "weichen die Worte auf" zu ojiichan und obaachan. chan ist ein verniedlichendes Suffix. Ähnlich wie bei uns die Verniedlichung zu Opa und Oma. Wenn man über seine Großeltern spricht, so nennt man sie sofu (Großvater) und sobo (Großmutter).
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Mittwoch, 20. Februar 2013
Yakitori-ya [焼き鳥屋]
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie in einem Yakitori-ya war, obwohl es diese Läden zu Hauf gibt. Asche auf meine Tomaten! Besonders in Bezirken, in die man geht um Spaß zu haben, ist Yakitori beliebt. Wenn man also nach der Arbeit noch ein Gläschen Bier trinken möchte, dann geht man oft zum Yakitori-ya und isst ein, zwei Yakitori als Snack dazu.
Viele Yakitori-ya werben für sich, in dem sie große rote Lampions [akachouchin - 赤提灯] vor ihrem Geschäft hängen haben.
Diese Lampions findet man auch vor anderen Ess-Trink-Etablissments. Ich denke, im Deutschen nennen wir das Kneipe, aber für uns ist dieses ja Wort negativ belastet ... eine Bar ist es aber auch nicht wirklich. Es ist eben ein kleiner Laden, wo man Alkohol trinken und essen kann, das jedoch bei angenehmer (und rauchfreier!) Atmosphäre. Das Wort akachouchin hat sich auch für diese Läden durchgesetzt.
Das leckere Aroma von gegrillten Hühnchen kommt einem entgegen, wenn man an Yakitori-ya vorbeiläuft.
Abends, nach der Arbeit, füllen sich Yakitori-ya mit Angestellten [salaryman - サラリーマン], die für einen Drink, einen Snack und ein kurzes Gespräch vorbeikommen.
Viele Yakitori-ya werben für sich, in dem sie große rote Lampions [akachouchin - 赤提灯] vor ihrem Geschäft hängen haben.
| Auf dem Lampion steht Yakitori und auf den Fahnen steht z.B., dass ein Spieß mit Hühnerleber 100 Yen kostet. |
Diese Lampions findet man auch vor anderen Ess-Trink-Etablissments. Ich denke, im Deutschen nennen wir das Kneipe, aber für uns ist dieses ja Wort negativ belastet ... eine Bar ist es aber auch nicht wirklich. Es ist eben ein kleiner Laden, wo man Alkohol trinken und essen kann, das jedoch bei angenehmer (und rauchfreier!) Atmosphäre. Das Wort akachouchin hat sich auch für diese Läden durchgesetzt.
| Auf diesem Lampion steht Takoyaki. |
Abends, nach der Arbeit, füllen sich Yakitori-ya mit Angestellten [salaryman - サラリーマン], die für einen Drink, einen Snack und ein kurzes Gespräch vorbeikommen.
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