Samstag, 16. März 2013

Hiragana 1

Lernen wir japanisch! \(^ ^)/
 
Neben der Grammtik besteht die Japanische Schrift aus 3 Alphabeten - Hiragana, Katakana und Kanji.


Hiragana benutzt man für japanische Worte, die kein Kanji haben, für Verbindungen, für Partikel und andere.
Katakana benutzt man für übernommene Worte, die weder japanisch noch chinesisch sind, für Lautworte (z.B. 'dokidoki' für das klopfende Herz) oder, um etwas zu betonen.
Kanji wurden größtenteils aus dem Chinesischen übernommen, sie sind ziemlich kompliziert, aber wichtig, weil ein Wort oft verschiedene Bedeutungen hat und man dann dringend ein Kanji braucht, um zu verstehen, worum es geht. So kann das Wort 'ki' bspw. Geist, Maschine, Baum und noch mehr heißen - das Kanji ist jedes Mal anders.


さようなら - 'sayounara' (Hiragana)
マックドナルド - 'McDonalds' (Katakana)
土曜日 - 'Samstag' (Kanji)

Ich habe Hiragana und Katakana durch stures Lernen und Anwenden verinnerlicht. Allerdings bin ich auch zur Schule gegangen und war gezwungen, es immer wieder zu nutzen.


 Man kann allerdings auch mit Eselsbrücken arbeiten, wenn einem das Auswendiglernen schwer fällt.

 
Es ist sehr wichtig, immer zu schreiben, um es sich einzuprägen! Japaner schreiben normalerweise nicht in Zeilen, sondern in quadratischen Kästchen von rechts nach links. Hier könnt ihr euch ein Übungsblatt ausdrucken und ein paar mal die Vokalzeile durchüben. Ihr solltet versuchen, euch an die Strichreihenfolge zu halten, das macht es einfacher. (^v^)
 
 Nächstes Mal bekommt ihr dann eine kleine Übung von mir.
(─‿‿─)
 

Samstag, 9. März 2013

Kochen im Frühling: Haru no Aji [春の味]

Haru no Aji bedeutet übersetzt "Der Geschmack (oder die Geschmäcker) des Frühlings". Kochen je nach Saison ist ein wichtiger Teil der japanischen Esskultur. Kein anderes Land orientiert sich so an der Natur. Es gibt je nach Jahreszeit (Japan hat genau wie wir 4 Jahreszeiten) unterschiedliche Süßigkeiten, unterschiedliche Zutaten, unterschiedliche Fische etc. Auch angerichtet wird in Ahnlehnung an die Natur.



Frühling ist die Zeit des Jahres, in der die Natur zum Leben erwacht. Knospen sprießen, Pflanzen sind noch nicht ausgereift und dementsprechend findet man in den Läden viele bittere Gemüse zu kaufen. Diese werden dann gekocht oder frittiert und mit süßen Gewürzen abgeschmeckt, um die Bitterkeit zu beseitigen. Frühling ist übrigens auch die beste Zeit für Schalentiere.

Bambus:



Takenoko [竹の子] wird im Mai ausgegraben, wenn er seinen Kopf an die Oberfläche reckt. Sie werden in großen Töpfen gekocht und in vielen verschiedenen Gerichten verwendet, z.B.


 tosani [土佐煮] - takenoko wird in Sojasauce gekocht und dann in Bonitoflocken gewendet.
takenoko gohan [竹の子ご飯] - gekochter Reis gemischt mit takenoko


Sansai:


Das bedeutet "Berggemüse". Man findet viel Sansai [山菜] in den Bergen oder in der Nähe von Reisfeldern.

warabi [] - Farnkraut
fuki [ふき] - Moorrhababer
seri [せり] - Mädesüß















Sie sind ziemlich bitter und werden deswegen gekocht, bevor man sie in Gerichten verwendet. Man kann sie jedoch auch vorbraten und dann mit Zucker und Sojasauce kochen.


ohitashi [お浸し] - kalt mit Sojasauce und Katsuoboshi
karashi-ae [辛し和え] - kalt mit Senf


Tai:


Sein Aussehen und sein Geschmack machen den Tai [ - Brasse] zum Aristokraten unter den Fischen. Der pinke sakuradai wird für gewöhnlich gesalzen und im Ganzen gegrillt für Hochzeiten oder andere Feste. Man kann ihn auch zu sashimi verarbeiten und aus dem Kopf (der dann übrig wäre) kocht man eine salzige Suppe, namens ushio-jiru. Der leichte, süßliche Geschmack von tai ist sehr beliebt.

 
Sawara:



Das weiche, weiße Fleisch des Sawara [ - Spanische Makrele] wird als Filet verwendet. Es wird gesalzen und gegrillt zu shio-yaki oder in Sojasauce, Sake, Mirin und Yuzu mariniert und dann gegrillt zu yuan-yaki.

Hamaguri:



Hamaguri [ - Venusmuscheln] sind ein zentraler Aspekt des momo no sekku (hinamatsuri, das Mädchenfest im März). Sie werden in ihrer Schale gekocht zu yaki-hamaguri oder zusammen mit mitsuba zur Suppeneinlage.




Donnerstag, 28. Februar 2013

Schlafen [寝る]

Heutzutage schlafen die meisten Japaner in einem Bett, wie wir es kennen. Es gibt jedoch auch eine japanische Schlafweise, die viel platzsparender ist. Sie besteht aus dem Bettzeug [futon - 布団], das auf den typisch japanischen Bodenbelag gelegt wird [tatami - ].
Tagsüber bewahrt man es im Schrank [oshi'ire - 押し入れ] auf.



Futon sind sehr praktisch, denn wenn man darin liegt, dann wird der ganze Boden zum Nachttisch. Ein kompletter Futon besteht aus einer Matratze [mattoresu - マットレス], dem Unterfuton [shikibuton - 敷布団] und dem dazugehörigen Laken [shikifu - 敷布], einer Art Frotteedecke [taoruketto - タオルケット], der normalen Decke [moufu - 毛布] und einer Federdecke [kakebuton - 掛け布団]. Dazu kommt natürlich noch ein Kissen [makura - ], das mit Buchweizenschrot [sobagara - そば殻] gefüllt ist und den Kopf kühlen soll.



Der oshiire hat Schiebetüren aus Papier und wurde speziell zum Verstauen der Futons kreiert. Da Japan im Sommer immer sehr heiß ist, verstaut man den Futon am besten im oberen Teil des Schranks.


Man sollte den Futon regelmäßig lüften und direktem Sonnenlicht aussetzen, um Keime abzutöten.